Gute Radwegeplanung übernehmen, Konflikte mit zu Fuß Gehenden vermeiden

29.04.21 –

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN appelliert gemeinsam mit der Linksfraktion an das Bezirksamt, sich beim Senat für die Übernahme des von Verkehrs- und Umweltverbänden des Bezirks erarbeiteten Fahrradroutenkonzepts Radnetz 2.0 einzusetzen.

„Darüber hinaus fordern wir, dass bei der Planung ebenso die Belange der Fußgänger*innen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen miteinbezogen werden“, stellt Ansgar Gusy, Sprecher für Baupolitik, klar.

Erarbeitet wurde das Radnetz 2.0 von dem Netzwerk Fahrradfreundliches Charlottenburg-Wilmersdorf des Vereins Changing Cities, der Stadtteilgruppe City West des ADFC Berlin und dem VCD Nordost. Es umfasst im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ca. 110 km Fahrrad- und Nebenstraßen.

„Die Verbände haben die bereits bestehenden Radrouten Berlins und des Bezirkes als Grundlage genommen und ergänzt bzw. dort umgelegt, wo andere Routen besser geeignet sind. Dabei wurden Strecken gewählt, auf denen am ehesten Konflikte z. B. mit zu Fuß Gehenden vermieden werden“, erläutert der Sprecher für Mobilität, Alexander Kaas Elias. „Die Aktivist*innen der Verbände kennen die Situationen vor Ort am besten. Darum ist es wichtig, dass die Planer*innen der Senatsverwaltung die Vorschläge der Verbände in das Radnetz Berlins einarbeiten.“

Die Grünen haben das Radkonzept im Verkehrsausschuss als Thema angemeldet. „Die Anträge zur Fahrradplanung wollen aber die Fraktionen der SPD und FDP gar nicht im Ausschuss diskutieren, sondern heute nur in der BVV beschließen,“ kritisiert Ansgar Gusy das Verfahren.

Weitere Informationen:
https://changing-cities.org/fahrrad-aktivisten-uebergeben-radnetzplan/
http://umap.openstreetmap.fr/de/map/radverkehrsnetz-20-charlottenburg-wilmersdorf_422692#13/52.5070/13.3024

Alexander Kaas Elias
Alexander Kaas Elias

 

Ansgar Gusy
Ansgar Gusy