Jana Brix

Direktkandidatin, Wahlkreis 1

Charlottenburg-Nord, Mierendorffinsel Rathaus und Alt-Lietzow

Wieso kandidierst du? 

Meine erste Wohnung in Berlin hatte ich auf der Mierendorffinsel. Die Nachbarschaft hat mein Bild von Berlin geprägt: Vielfältig, offen und immer in Bewegung. Ich sehe aber auch, wie sich die Stadt verändert. Steigende Mieten, hohe Lebenskosten und die Kürzungen im Sozialbereich treffen die Menschen hart. Vieles entwickelt sich gerade in die falsche Richung und der Senat tut nicht genug, um die Berliner*innen zu unterstützen. Ich will raus aus dem Rückwärts, damit Berlin lebenswert und weltoffen bleibt. 


Welche Werte sind dir ganz besonders wichtig?

Ich bin Feministin. Das bedeutet für mich nicht nur, dass ich mich für die Rechte von Frauen stark mache. Ich will, dass alle Menschen – unabhängig von ihrem Geschlecht – selbstbestimmt und frei leben können. Dafür braucht es neben Schutz vor Gewalt und fairen Löhnen auch bezahlbare Mieten und einen gesunden Planeten. 


Wie sieht der perfekte Tag in deinem Wahlkreis aus? 

Ich könnte den ganzen Tag am Wasser verbringen. Mit dem Inselrundweg, dem Spreebogen und dem Strandbad Jungfernheide gibt es im Wahlkreis tolle Erholungsorte. So viel Natur und Grün sind in einer Millionenstadt nicht selbstverständlich. Deshalb setze ich mich für Naturschutz, Entsiegelung und Klimaanpassungen ein. 


Wenn du nur eine Sache nach der Wahl umsetzen könntest, was würdest du angehen? 

Berlin braucht ein Kulturfördergesetz. Die Berliner Kulturszene zieht Menschen aus aller Welt an, schafft Orte für Austausch und ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Kurz gesagt: Kultur ist für unsere Stadt unersetzlich. Mit einem Kulturfördergesetz kann die Kulturförderung nachhaltiger und transparenter werden. 


Wie lädst du deinen Akku nach einem anstrengenden politischen Tag wieder auf? 

Mein Guilty Pleasure ist Reality TV. Das hat so gar nichts mit dem Politik-Alltag oder intellektuellen Debatten zu tun – perfekt zum Abschalten. 


Womit überraschst du immer wieder Menschen? 

Ich habe zwar gerade meinen Master in Kulturwissenschaft abgeschlossen, aber bei meiner Studienwahl war meine Familie erstmal skeptisch. Meine Eltern haben nicht studiert und ich hatte auch nicht die „klassisch-bürgerliche“ Erziehung, an die man bei Kulturwissenschaftler*innen häufig denkt. Medizin oder Jura könnte ich doch machen. Ich habe mich anders entschieden und bin mit meiner Wahl immer noch total glücklich.


Was ist dir noch wichtig zu sagen? 

Gute Politik lebt von den Ideen, Hinweisen und Anregungen der Bürger*innen. Wenn ich sage: „Meldet euch!“, dann meine ich das genau so. Schreibt mir! Ich werde auch nicht für jedes Problem direkt die perfekte Lösung haben, aber es lohnt sich immer, dranzubleiben und miteinander zu reden. Kein Anliegen ist zu klein, um gehört zu werden.