der politische Blick richtet sich immer stärker auf den kommenden Herbst: Am 20. September 2026 wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus und in unserem Bezirk eine neue Bezirksverordnetenversammlung. Damit rückt auch für uns in Charlottenburg-Wilmersdorf der Wahlkampf näher.
Berlin steht vor großen Aufgaben. Bezahlbares Wohnen, gute Mobilität, konsequenter Klimaschutz und der gesellschaftliche Zusammenhalt werden die nächsten Monate prägen. Gerade in einer Stadt, in der vieles gleichzeitig unter Druck steht, braucht es eine starke grüne Stimme: für konkrete Lösungen, für eine offene Stadt und für eine Politik, die nicht nur verwaltet, sondern gestaltet. Auch in unserem Bezirk wollen wir deutlich machen, wofür wir stehen. Das gelingt nur, wenn wir als Kreisverband sichtbar, ansprechbar und gemeinsam aktiv sind.
Deshalb wollen wir bei unserer Kreismitgliederversammlung im Juni den kommenden Wahlkampf in den Mittelpunkt stellen. Geplant sind unter anderem Workshops, in denen wir gemeinsam besprechen, wie jede*r konkret mitmachen kann, ob am Infostand, beim Haustürwahlkampf oder beim Plakatieren. Darüber hinaus planen wir weitere Veranstaltungen und Angebote, um uns gemeinsam bestmöglich auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten.
Klar ist: Dieser Wahlkampf wird nicht irgendwann beginnen. Er beginnt jetzt Schritt für Schritt. Und wir werden die Unterstützung von möglichst vielen Mitgliedern brauchen. Jede Stunde, jede Idee und jedes Gespräch kann einen Unterschied machen.
Kommt deshalb zur KMV im Juni oder zu unseren weiteren Angeboten, bringt euch ein und helft mit, Charlottenburg-Wilmersdorf stark grün in diesen Wahlkampf zu führen.
Liebe Grüße,
Staffan für den Kreisvorstand
Termine
04.06.2026, 19:00 Uhr, GJxGrüne FLINTA* Treffen, Windscheidstraße 16, charwilm@gj-berlin.de
05.06.2026, 18:00 Uhr, Stadtteilgruppe Westend, Ulme35, westend@gruene-cw.de
09.06.2026, 17:30 Uhr, AG Umwelt und Klima, Ort folgt, umweltklimaschutz@gruene-cw.de
09.06.2026, 19:30 Uhr, Kreismitgliederversammlung, Neumitglieder Warm-Up ab 18:30 Uhr, Heinrich-Böll-Stiftung (Olivaer Pl. 16, 10707 Berlin), kv@gruene-cw.de
10.06.2026, 19:00 Uhr, AG Offene Gesellschaft, Raum folgt, offenegesellschaft@gruene-cw.de
11.06.2026, 19:00 Uhr, GJ Aktiventreffen, Windscheidstraße 16, charwilm@gj-berlin.de
11.06.2026, 20:00 Uhr, Stadtteilgruppe Online, Link zum Treffen, stadtteilgruppeonline@gruene-cw.de
11.06.2026, 20:00 Uhr, AG Mobilität, online (Link auf Anfrage), verkehr@gruene-cw.de
18.06.2026, 19:00 Uhr, GJ Aktiventreffen (ab 18:30 Uhr Neuen- und Interessiertentreffen), Ort folgt, charwilm@gj-berlin.de
19.06.2026, 18.00 Uhr, Stadtteilgruppe Wilmersdorf, Ort folgt, wilmersdorf@gruene-cw.de
20.06.2026, 11:00 Uhr, Stadtteilgruppe Westend – Clean Up Aktion, westend@gruene-cw.de
23.06.2026, 19:00 Uhr, Themenabend: Kulturpolitischer Abend, Ort folgt, kv@gruene-cw.de
24.06.2026, 19:30 Uhr, AG Klimagerechtigkeit, Ort folgt, klimagerechtigkeit@gruene-cw.de
25.06.2026, 19:00 Uhr, GJ Aktiventreffen, Ort folgt, charwilm@gj-berlin.de
26.06.2026, 17:30 Uhr, Stadtteilgruppe „Um den Lietzensee“, Nehringstraße 34, lietzensee@gruene-cw.de
29.06.2026, 10:00 Uhr, Stadtteilgruppe Westend – Spaziergang Ruhleben im Rahmen der Seniorenwoche Link zum Event, westend@gruene-cw.de
30.06.2026, 19:00 Uhr, Stadtteilgruppe City West, Divan Nehringstr. 26., citywest@gruene-cw.de
Kirstin Bauch, Bezirksbürgermeisterin
Beim Deutschen Städtetag in Berlin wurde in dieser Woche ungewöhnlich offen über die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands gesprochen. Als Bezirksbürgermeisterin vertrete ich dort Berlin unter anderem im Bereich Wirtschaft und viele Diskussionen drehten sich um die Frage, wie Kommunen in den kommenden Jahren überhaupt noch handlungsfähig bleiben können.
Die zentrale Erkenntnis aus den Gesprächen:
Das bisherige politische Modell stößt an seine Grenzen. Über viele Jahre funktionierte Politik nach dem Prinzip: mehr Aufgaben übernehmen, mehr Leistungen versprechen und gleichzeitig darauf vertrauen, dass dauerhaftes Wirtschaftswachstum die finanziellen Konflikte irgendwann löst. Genau dieses Vertrauen trägt heute nicht mehr.
Denn staatliche Defizite lassen sich auf Dauer nur auf wenigen Wegen ausgleichen: durch geringere Ausgaben, höhere Einnahmen, steigende Steuereinnahmen oder wirtschaftliches Wachstum. Lange Zeit hat vor allem das Wachstum vieles möglich gemacht. Wenn die Wirtschaft wächst, steigen auch die Einnahmen des Staates, ohne dass politische Zielkonflikte sofort sichtbar werden. Doch genau dieses Wachstum bleibt inzwischen aus.
Viele Expert*innen gehen davon aus, dass Deutschland in den kommenden Jahren kaum nennenswerte wirtschaftliche Dynamik entwickeln wird, selbst dann, wenn jetzt die richtigen politischen Entscheidungen getroffen werden würden. Das ist keine kurzfristige Schwächephase, sondern Ausdruck struktureller Probleme, die sich über viele Jahre aufgebaut haben.
Besonders spürbar wird das auf kommunaler Ebene. Städte und Bezirke übernehmen immer mehr Aufgaben, von sozialer Infrastruktur über Klimaschutz bis zur öffentlichen Daseinsvorsorge, während die finanziellen Spielräume gleichzeitig kleiner werden. Der Deutsche Städtetag spricht deshalb von einem „perfekten Sturm“ für die kommunalen Haushalte.
Für mich ist deshalb klar: Wir brauchen mehr Ehrlichkeit in der politischen Debatte. Nicht alles wird gleichzeitig finanzierbar sein. Wachstum lässt sich nicht einfach beschließen. Umso wichtiger wird es, Prioritäten zu setzen, öffentliche Mittel gezielt einzusetzen und politische Entscheidungen langfristig tragfähig zu gestalten, sozial gerecht, wirtschaftlich vernünftig und mit einem klaren Blick auf die Realität.
June Tomiak, MdA
Liebe Grüne in Charlottenburg-Wilmersdorf,
es gibt wieder Neues von den wilden Tieren! Gerade beschäftige ich mich viel mit invasiven Tierarten in Berlin. Das sind Tiere, die von Menschen in unsere lokalen Ökosysteme gebracht worden sind und oft heimische Arten verdrängen. Ein prominentes Beispiel ist der Waschbär, der mittlerweile aber aus Berlin nicht mehr wegzudenken oder wegzukriegen ist. Gerade erarbeite ich einen Antrag für ein tierschutzkonformes, nachhaltiges Waschbärmanagement für die Stadt, und habe dafür mit einigen anderen MdAs und der LAG Tierschutz die Waschbär-Auffangstation des Vereins Hauptsache Waschbär e.V. in Brandenburg besucht. Außerdem beschäftigen mich der Amerikanische Sumpfkrebs, Schmuckschildkröten (gibt es z.B. im Jungfernheidepark) und natürlich die Mufflons. Mehrere schriftliche Anfragen dazu werden in spä testens 2 Wochen zurück sein, haltet also Ausschau, meine Anfragen findet ihr wie immer hier.
Im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz gab es kürzlich eine Anhörung zu Ratten. Ratten sind Kulturfolger und immer da zu finden, wo auch viele Menschen sind. Die effektivste Maßnahme zur Reduzierung der Rattenpopulation ist ein besseres Müllmanagement. Mit unserem Anzuhörenden vom NABU haben wir außerdem herausarbeiten können, wie schädlich Rattengift leider auch für andere Wildtiere (wie Greifvögel oder andere Säugetiere) und unsere ganze Umwelt ist.
Im Verfassungsschutzausschuss werden wir das Thema Antifeminismus als Brückenideologie thematisieren. Hass auf Frauen und die Ablehnung von Gleichberechtigung spielt in vielen verfassungsfeindlichen Bestrebungen und Ideologien leider eine große Rolle. Antifeminismus funktioniert oft als gemeinsamer Nenner verschiedener Extremismusformen und wirkt auch bis in die Mitte der Gesellschaft. Diese weniger beachtete Form von struktureller Gewalt wollen wir, auch im Sinne der neuen FDGO-Definition im Verfassungsschutzgesetz, in den Blick nehmen.
Lieber Gruß aus dem Abgeordnetenhaus,
June
Stadtteilgruppe Lietzensee
Ihr Lieben,
thematisch beschäftigen wir uns in unserer Stadtteilgruppe „um den Lietzensee“ in den nächsten Wochen mit der Verkehrssituation in unseren Kiezen. Zu unserem Bereich gehört die schöne Gegend um den Lietzensee, den Stuttgarter Platz und den Klausenerplatz. Brennende Verkehrsthemen bei uns sind der Schwerlastverkehr in der Königin Elisabeth – Straße und die geplante Sperrung der Knobelsdorffstraße zum Zwecke der Verkehrsberuhigung. Wir wollen, dass die Menschen an der Königin Elisabeth- Straße wieder ruhig schlafen können und setzen uns für einen verkehrsberuhigten grünen Kiez ein!
Unsere Stadtteilgruppe steht ansonsten schon ganz im Zeichen des Wahlkampfs: Wir sind die Stadtteilgruppe in Wahlkreis 3! Den Wahlkreis haben wir mit unserer Direktkandidatin Petra Vandrey bei den Wahlen 2021 und 2023 direkt grün gewonnen. Das wollen wir natürlich auch bei der Wahl im September 2026 wieder schaffen!
Wir treffen uns JEDEN Samstag um 11.00 Uhr in der Windscheidstraße 16 und schwärmen dann aus an unsere Stände, meist im Klausenerplatz-Kiez und in der Kantstraße / Ecke Witzlebenstraße. Einfach hinzukommen und mitmachen! Neue nehmen wir an die Hand – und ihr werdet sehen: Wahlkampf in unserem Team macht Spaß!
Am 13. 6. um 11.00 Uhr veranstalten wir ein cleanup im Klausenerplatz-Kiez, Treffpunkt: Horstweg / Ecke Wundtstraße. Alle, die dabei sein wollen, einfach hinzukommen!
Wir treffen uns außerdem als Stadtteilgruppe regelmäßig am letzten Freitag des Monats, das nächste Mal am 26. 6. 2026 um 17.30 Uhr in der Nehringstraße 34. Einfach dazugesellen oder zu unserer Signal-Gruppe kommen.
Herzliche Grüße von Christina, Pablo, Heiko & Petra
AG Offene Gesellschaft
Neustart für die AG OG!
Mit Lela Sisauri, Maria Bormuth und Markus Nisch hat die AG nun drei neue Koordinator*innen. Maria und Markus übernehmen in dieser Funktion auch die Zusammenarbeit mit „CW hält zusammen“, einer CW-weiten Vernetzung, deren Entstehen beide im letzten Jahr für den Vorstand mitgestaltet haben.
Die AG bleibt bei dem regelmäßigen Termin am 2. Mittwoch im Monat, 19 Uhr.
In der AG Offene Gesellschaft beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Themen, die eine offene Gesellschaft ausmachen, deren Verteidigung eine demokratische Pflicht ist. Im März haben wir uns zum Internationalen Frauen*kampftag mit dem feministischen Kampf beschäftigt. Wir waren auf der Demo am 8.3., haben mit den Kolleg*innen der FLINTA*-Gruppe am Frauen*streik mitgewirkt und den Film Act Now! über Petra Kelly zum feministischen Filmabend gezeigt, um anschließend darüber zu diskutieren.
Im Mai hatten wir anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Trans-Feindlichkeit (IDAHOBIT*) das Register CW zu Gast, um uns die neuesten, traurigen Zahlen über LGBTIQ*-feindliche Gewalt in CW vorstellen zu lassen. Gemeinsam haben wir anschließend überlegt, wie wir zukünftig auf Aktionen und Hetze von Rechts reagieren können.
Bei unserer nächsten Sitzung am 10.6. werden wir uns mit migrantisierten Personen beschäftigen und uns dazu ebenfalls externe Expertise einladen. Seid gern dabei und überlegt gemeinsam mit uns, wie wir eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und mit Solidarität erschaffen und Verteidigen.
